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Mit Unisein wird der Geist ver-einfacht. Er wird befreit von Konstrukten, all den Gedanken, Vorstellungen und Ereignissen, die sich als Hindernisse zu erkennen geben. Diese Konstrukte sind die Ursache der Verwirrtheit und Überforderung. Dadurch kommt es zur Trennung der inneren und äußeren Welt. Dieser Übungsweg bedarf Geduld, Sorgfältigkeit und Entschlossenheit. Im Laufe der Zeit wird man ruhiger, weniger beeinflussbar durch äußere Umstände und Ereignisse. Das bringt das Empfinden von Dankbarkeit, Verständnis und Mitgefühl hervor. Man erkennt, dass die Umstände die Umstände sind und bleiben, doch sie bereiten keine Schwierigkeiten mehr. Der Geist hat sich vereinfacht, ist befreit von den Konstrukten, die gefangen nehmen, beschränken, eingrenzen und abtrennen.
Die Trennung von einem selbst und den anderen hebt sich dadurch auf. Eine Freude wird wach sich der Welt und den anderen unvoreingenommen zu erfreuen. Das Problem der Schuld, die man sich selbst und anderen gibt, wird als reaktives Muster erkannt. Der Geist hat sich vereinfacht. Keine Geheimnisse mehr. Einfaches Gewahrsein! Die Gefangenschaft in den konstruktivistischen Gedankenmustern hat sich in All-Verbundenheit gewandelt. Gegenwärtigkeit! Vergangenheit und Zukunft sind Hier- Jetzt!
Die Wut, die Aufregung, die Hilflosigkeit, die Urteile, das Selbstmitleid, die Angst und die Vorstellungen sind das Arbeitsmaterial. Man braucht nichts außer die Entschlossenheit sich seiner eigenen gedanklichen Vorgänge bewusst zu werden. Damit wird die Trennung von Denker und Gedanken, Beobachter und Beobachtbarem, Erfahrenden und Erfahrung erkannt; das Trennung eine Illusion ist. Diese Einsicht bewirkt Gewahrsein. Eine tief gehende und radikale Transformation des eigenen Geistes hin zur Einfachheit des Seins - Freiheit.
Heilung im Sinne von Unisein meint einfach hier und jetzt sein. |